Vive la Québec City war das Motto des letzten Wochenendes. Und dann ging es auch schon los im KIA Soul!!
Und gleich zu Anfang etwas gelernt: Die Südkoreaner können keine richtigen Autos bauen..Sorry, ist Fakt! Doch viel schlimmer wird es erst dann, wenn man sich auf dem Highway befindet, denn da holt einen die schöne Geschwindigkeitsbeschränkung von 100 km/h zurück auf den Boden der Tatsachen. Und damit sich auch jeder daran hält, steht auch alle paar Meter ein Polizeiwagen am Rand...Bild: Polizist vorm Wagen schön mit dem Blitzgerät in der Hand. Also keiner könnte hier behaupten die Kanadier zocken einen unehrlich ab :-D Tja, die kanadische Polizei ist auch am Sonntag rund um die Uhr im Einsatz :-D
Jedoch zurück zum Sightseeing-Thema: In Québec angekommen, habe ich die Kälte auch richtig übel abbekommen. Gut, dass mein Zwiebellook perfekt funktioniert hat: Zwei Pullis, Jacke und Daunenjacke. Man kann sich vorstellen, wie dumm das ausgesehen hat, doch bei einigen Minusgraden war mir mein Style in dem Moment vollkommen egal, hauptsache warm. :-D
Da wir so viel über den alten Stadtkern Québecs gehört hatten, haben wir uns den mal genauer angesehen. Also die Häuser sind unterschiedlich, die Stadt ansich sehr klein und übersichtlich und ziemlich europäisch, alles super. Doch man muss ganz klar sagen, dass man schon den Eindruck hat, dass Québec durch seine Größe versucht mit viel Tourismusattraktionen und Disneylandatmosphäre mehr aus sich zu machen, als es vielleicht ist. Oder sagen wir so, an Paris kommt es nicht heran wie viele behauptet haben. Paris est Paris....für mich zumindest ;-)
Durch meinen Zwiebellook habe ich mich dann auch durchgerungen eine Besichtigung der Zitardelle mitzumachen. Folgendes Bild: Fabi mit gefühlten 8 Schichten Klamotten, der Wind bläst einem um die Ohren, es hat FAST -5 Grad und der Tourguide spricht so ein komisches Englisch, dass man ihm am liebsten bei jedem Satz eine scheuern möchte mt der Aufforderung, mal eine gescheite Sprachenschule zu besuchen! Ja glaubt man das denn?! 10 Dollar und dann sowas...Na ja, think positive ist in dem Moment schwierig, aber Augen zu und durch dann schon eher. Man hat ja schließlich bezahlt! :-P
Damit ihr auch etwas von den historischen Fakten habt, hier ein kleiner Auszug unseres unschlagbaren Tourguides:
- Die Stadt Québec wurde 1608 von Samuel de Champlain gegründet und blieb bis zu ihrer Eroberung duch die Engländer im Jahre 1759 in französischer Hand. Bis zur Gründung des modenen kanadischen Staates im Jahre 1867 blieb Québec dann unter britischem Einfluß.
- Die Zitardelle bedeckt eine Fläche von knapp 15 Hektar und ist die mächtigste Festungsanlage, die unter britischer Herrschaft in Kanada gebaut wurde. Sie wurde zwischen 1820 und 1832 errichtet.
- Die Namen der einzelnen Gebäude der Zitardelle erinnern an Schlachten, in denen sich das Regiment in besonderem Maße hervorgetan hat.
- Die Kapelle war ursprünglich ein bombenfestes Pulvermagazin, das Platz für 4610 Pulverfässer bot. Auf Veranlassen des General Vanier wurde das Gebäude 1927 in eine Kapelle umgewandelt.
-Der Wahlspruch des 22. Regiments lautet: Je me souviens..ich erinnere mich. Dies ist auch auf dem Provinzwappen zu lesen, aber auch auf allen Autoschildern in ganz Québec.
Geschichtlich und kulturell gesehen bezieht sich der Spruch auf den Verlust der Franco-Kanadier im Jahre 1763 als sie von den Briten geschlagen wurden.
Zum Glueck der Quebecker waren die Englaender in den naechsten 10 bis 20 Jahren selbst ueberfordert im militaerischen Sinne.
Daher machten die Englaender einen mit Quebec ein stilles Abkommen. (Frankreich war immer sehr stiefmuetterlich und hatte dann zu 1789 mit der eigenen Revolution zu tun, und daher kaum noch interessiert an Quebec nach dem Verlusst von 1763.)
Die Englaender erlaubten den Quebeckern ihre eigene Sprache und katholische Religion in ihrem Bereich fortzufuehren, aber sie durften nicht gegen England agitieren oder einem Feind helfen.
Und DAS haben die Québecois de Québec(wie sie richtig heißen)bis heute nicht vergessen..daher Je me souviens!
Also, ihr könnt euch nun wirklich nicht beschweren, dass ich euch nicht mit knallharten Fakten versorge. Hoffe ihr wisst das zu schätzen....und der nächste Blog wird auch nicht so geschichtslastig ;-)
Müde und toal geschafft ging es dann zurück nach Montréal, wo dann das Traumauto heute Morgen zurück gegeben wurde. Ja, es fiel einem nicht schwer es auf dem Avis Parkplatz stehen zu lassen..nur der Gang zur Metro war schwer, denn ich wäre lieber gerne selbst in die Arbeit gefahren. Die erste Fahrt mit meinem Auto werde ich dann natürlich gleich posten :-D
So Québec, schön war's.....nächster Trip wird noch nicht verraten.....Tipps dürfen gerne abgegeben werden ;-)
P.S: Noch ne kleine Endstory: Fabi hat Hunger und versucht natürlich auf Französisch etwas zu bestellen, dann kommt der Besitzer und sagt:(nachdem er mich hat Deutsch sprechen hören wohl gemerkt) Oh Deutsche, wie schön. Ich bin in Straßburg geboren und teilweise in Berlin zur Schule gegangen. Habe heute Morgen die Berliner Morgenpost gelesen! Na ja, wen wundert es mittlerweile, aber ein lustiges Erlebnis ;-)
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen